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Osman Engin

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Böhmer ermutigt Migranten zur Unternehmensgründung Mehr als eine halbe Million PDF Drucken E-Mail
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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In Deutschland leben nach jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes mehr als
eine halbe Million Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund.
Die Staatsministerin für Integration, Maria Böhmer, nimmt dies zum Anlass, noch
mehr Migrantinnen und Migranten zum Schritt in die berufliche Selbständigkeit zu
ermutigen:


"582.000 Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund in
Deutschland leben es vor: Wer berufliches Engagement zeigt, Ideenreichtum
entwickelt, Mut zum Risiko hat, Ausdauer und Flexibilität mitbringt, der kommt in
unserem Land beruflich und persönlich voran und kann der eigene Chef bzw. die
eigene Chefin werden. Sie sind damit Vorbilder für andere Menschen aus
Zuwandererfamilien. Unsere Wirtschaft braucht mehr Unternehmergeist, und unser
Land braucht engagierte Migrantinnen und Migranten, die den Schritt in die
Selbständigkeit wagen und zu wirtschaftlicher Vielfalt und mehr Wachstum und
Beschäftigung beitragen."
 
Die Selbständigenquote (als Anteil an den Erwerbstätigen) liegt einer Auswertung
des Mikrozensus zufolge bei Ausländern mit 12% leicht über dem Gesamtdurchschnitt
in Deutschland (11%). Betrachtet man alle Personen mit Migrationshintergrund
(Zuwanderer mit und ohne deutschen Pass sowie Kinder mit mindestens einem
zugewanderten Elternteil), ist die Quote allerdings mit 10% leicht
unterdurchschnittlich. Deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund sind
sogar nur zu unter 8% beruflich selbständig. Böhmer: "Die Zahlen zeigen, dass
hier eindeutig Nachholbedarf besteht, insbesondere bei Zuwanderern aus
Osteuropa."
 
Migrantinnen gründen und führen ein Unternehmen seltener als Männer mit
Migrationshintergrund. Das unterscheidet sie aber offenkundig nicht mehr von
Frauen ohne Migrationserfahrung, denn mit einem Anteil von jeweils ca.30 Prozent
haben sie praktisch gleichgezogen.
 
Staatsministerin Böhmer erklärt dazu: "Frauen mit Migrationshintergrund haben in
einem beachtlichen Aufholprozess bei der Gründung von Unternehmen nachgelegt.
Dabei wissen wir aus der Arbeit von Gründerinnen-Beratungsstellen, dass
insbesondere Frauen mit eigener Zuwanderungsgeschichte oftmals risikobereiter und
spontaner sind, eine hohe Entscheidungskompetenz besitzen und sehr viel
Unterstützung aus ihrer Familie erfahren. Diese besonderen Fähigkeiten und
Umstände müssen wir weiter stärken, damit noch mehr Frauen aus
Zuwandererfamilien, aber auch Deutsche, ein eigenes Unternehmen gründen und dies
auch erfolgreich führen. Selbstständigkeit ist eine Alternative zu noch immer
knapper Beschäftigung, insbesondere im Teilzeitbereich, und ermöglicht für viele
Frauen, Erwerbstätigkeit, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen." 
 
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