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Auszeichnung für Erst-Ausbilder |
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In Deutschland gibt es rund 300.000 Unternehmen, deren Inhaberinnen und Inhaber ausländischer Herkunft sind. Sie stellen 25.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Staatsministerin Maria Böhmer ist sich sicher: Deren Ausbildungspotenzial "ist noch lange nicht erschöpft".
40 Prozent der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien sind in Deutschland ohne Berufsausbildung. Für eine gelungene Integration sind Bildung, Ausbildung und qualifizierte Berufstätigkeit aber eine entscheidende Voraussetzung. Mit einer Urkundenverleihung im Bundeskanzleramt würdigte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung das Engagement türkischstämmiger Unternehmerinnen und Unternehmer. 23 Berliner Betriebe, die zum ersten Mal ausbilden, erhielten die Auszeichnung. Böhmer unterstrich die Vorbildfunktion dieser Betriebe: "Jeder Unternehmer und jede Unternehmerin ausländischer Herkunft, die beziehungsweise der Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt, hilft Jugendlichen beim Einstieg in das Berufsleben und ist zugleich ein Vorbild für andere Inhaberinnen und Inhaber."
Bildungspaten sollen Eltern unterstützen
Um die Ausbildungssituation zu verbessern ist engagiertes Handeln dringend geboten: "Wir wollen alle gesellschaftlichen und staatlichen Maßnahmen bündeln, um die Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erhöhen", so die Staatsministerin. Der im Juli erscheinende Nationale Integrationsplan widmet diesem Bereich ein eigenes Kapitel. Am 12. Juli 2007 wird auf dem zweiten Integrationsgipfel der Nationale Integrationsplan (NIP) vorgestellt. Darin einigen sich Bund, Länder und Kommunen auf einen gemeinsamen Plan für eine nachhaltige Integrationspolitik. Der NIP wird im Dialog mit den wichtigsten Akteuren der Bürgergesellschaft und den Migrantinnen und Migranten entwickelt. Böhmer kündigte an, im Herbst dieses Jahres ein bundesweites Netzwerk mit Bildungspaten zu schaffen. Ehrenamtliche Helfer sollen Eltern mit Migrationshintergrund dabei unterstützen, sich im deutschen Bildungssystem besser zurecht zu finden. So soll der Übergang vom Kindergarten in die Schule und vor allem von der Schule in die Ausbildung besser gelingen. Denn es sei zentral, dass die Elternhäuser hier eng eingebunden seien, so Böhmer.
Integration in der Praxis: BildungsWerk Kreuzberg
Böhmer lobte in besonderem Maße das Engagement der BildungsWerk in Kreuzberg GmbH (BWK). Dort engagieren sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Gewinnung von Ausbildungsplätzen in ausländischen Unternehmen. Das "BWK Ausbildungsprojekt Berlin" will bis Ende 2007 mindestens 150 zusätzliche Ausbildungsplätze in Berliner Unternehmen mit Migrationshintergrund schaffen. Es erhält Fördermittel des so genannten "Jobstarter"-Programms des Bundesbildungsministeriums und der EU. Das BWK leistet dabei ganz konkrete Hilfe: Es berät und begleitet interessierte Unternehmen bei allen ausbildungsrelevanten Aspekten, wie Feststellung der Ausbildungsvoraussetzungen und Vermittlung von Ausbildungskompetenzen. Es informiert über Fördermöglichkeiten bei der Schaffung neuer Ausbildungsplätze. Und auch bei der Kommunikation mit den für die Berufsausbildung zuständigen Kammern steht es mit Rat und Tat zur Seite. Das Ergebnis des Engagements: Bislang wurden 102 der angestrebten 150 neuen Ausbildungsplätze akquiriert. Die Unternehmer profitieren selbst von einem Ausbildungsengagement. Dies machte der Geschäftsführer des BWK, Herr Nihat Sorgec, deutlich: "Denn durch eine gezielte Nachwuchsförderung investieren sie in die Zukunft ihres Unternehmens."
Kontext
Nationaler Integrationsplan <http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/BeauftragtefuerIntegration/NationalerIntegrationsplan/nationaler-intregrationsplan.html> Integrationsbeauftragte der Bundesregierung <http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/BeauftragtefuerIntegration/beauftragte-fuer-integration.html> BildungsWerk in Kreuzberg <http://www.bwk-berlin.de> Jobstarter <http://www.jobstarter.de/>
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