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Böhmer: Mehr Investitionen in Integration notwendig |
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Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration,
Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, erklärt angesichts einer aktuellen
Studie der Bertelsmann-Stiftung zu den Kosten mangelnder Integration:
"Mangelhafte Integration verursacht einen hohen volkswirtschaftlichen Schaden,
den letztlich alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes tragen müssen.
Zielgerichtetere Investitionen in die Integration von Migrantinnen und Migranten
sind gut für Deutschland. Jeder Euro, den der Bund investiert, bringt die
fünffache Rendite."
Böhmer erklärte weiter: "Die Studie zeigt, dass gute deutsche Sprachkenntnisse
sowie gute Chancen in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt die entscheidenden
Voraussetzungen für eine gelungene Integration sind. Damit wird bestätigt, was
wir bereits bei der Erarbeitung des Nationalen Integrationsplans in den
Mittelpunkt unserer Integrationspolitik gerückt haben: Sprache, Bildung und
Arbeit sind die Kernthemen, auf die wir uns konzentrieren müssen. Ich fordere
alle am Nationalen Integrationsplan Beteiligten auf, ihre Selbstverpflichtungen
insbesondere in diesen drei Bereichen so rasch wie möglich umzusetzen."
Der Bertelsmann-Studie zufolge verursacht die mangelhafte Integration von
Migrantinnen und Migranten jährlich einen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden für
Bund, Länder, Kommunen und Sozialkassen von 16 Milliarden Euro, allein 3,6
Milliarden Euro für den Bund. 38 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund
gelten nach den Kriterien der Studie als integriert, 55 Prozent als weniger
integriert. Integriert ist demnach, wer in mindestens zwei der drei Kategorien
Bildung, Sprache und soziale Integration als integriert zu bezeichnen ist.
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. November 2009 )
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